
Ratgeber Video
Ein Erklärvideo lohnt sich vor allem bei Produkten und Leistungen, die man erklären muss, zum Beispiel beim Einbau einer Wärmepumpe, bei einer Software oder beim ersten Termin in einer Arztpraxis. Es beantwortet in ein bis drei Minuten genau eine Frage, schafft Vertrauen und erspart dir viele Gespräche, in denen du immer wieder dasselbe erklärst. Bei Dingen, die jeder kennt, brauchst du dagegen kein Erklärvideo.
Von Janno Fleischer · Video vom 27. Oktober 2026 · knapp 6 Minuten

Kurz erklärt
Ein Erklärvideo ist ein kurzes Video, das ein Produkt, eine Dienstleistung, einen Ablauf oder ein schwieriges Thema einfach und verständlich erklärt. Meistens ist es zwischen einer und drei Minuten lang und konzentriert sich auf genau eine Frage.
Warum funktioniert das besser als ein Text? Die meisten Menschen schauen lieber zwei Minuten zu, als drei Absätze zu lesen. Ein Video verbindet Bild und Sprache, und dadurch versteht man komplizierte Dinge viel schneller. Dazu kommt das Vertrauen: Wenn ein Interessent dich oder dein Team in einem Video sieht und hört, hat er das Gefühl, dich schon ein bisschen zu kennen, bevor er überhaupt anruft. Und für dich hat es einen praktischen Vorteil, denn viele Fragen sind schon beantwortet, bevor das erste Gespräch beginnt.
1 bis 3 Min. dauert ein typisches Erklärvideo, und es konzentriert sich auf genau eine Frage
Einsatz
Ein Erklärvideo lohnt sich vor allem bei Produkten und Leistungen, die erklärungsbedürftig sind. Wenn du zum Beispiel Wärmepumpen einbaust, kann ein Video zeigen, wie der Ablauf von der ersten Anfrage bis zur fertigen Anlage aussieht. Wenn du eine Software verkaufst, zeigt ein Video, wie einfach die Bedienung ist. Und eine Arztpraxis kann erklären, was einen Patienten beim ersten Termin erwartet.
Auch intern sind Erklärvideos stark, zum Beispiel für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Weniger sinnvoll ist ein Erklärvideo dagegen bei Dingen, die jeder kennt. Niemand braucht ein Video darüber, wie man beim Bäcker Brötchen kauft.
Typische Beispiele
Machart
Beides hat seine Berechtigung. Eine Animation, also gezeichnete oder grafische Bilder, eignet sich besonders für abstrakte Themen, die man nicht filmen kann. Dazu gehört zum Beispiel, wie eine Versicherung funktioniert, wie Daten verschlüsselt werden oder wie Strom durch eine Solaranlage fließt.
Echte Aufnahmen eignen sich dagegen, wenn es um Menschen, Orte und sichtbare Produkte geht und wenn Vertrauen eine große Rolle spielt. Für Software und Online-Angebote ist oft eine Bildschirmaufnahme das Beste, bei der du einfach zeigst, wo man klicken muss. Die Faustregel lautet: Wenn man das, was du erklärst, sehen kann, dann film es. Wenn es abstrakt ist, dann animiere es. Und natürlich kann man beides auch kombinieren.
Die Faustregel
Länge
So kurz wie möglich und so lang wie nötig. Für eine Leistung auf deiner Website reichen oft schon 60 bis 90 Sekunden. Wenn du einen komplexen Ablauf ausführlich erklärst, dürfen es auch drei oder vier Minuten sein. Wichtig ist nur, dass jede Sekunde einen Grund hat.
60 bis 90 Sek. reichen oft für ein Erklärvideo zu einer Leistung auf deiner Website
Aufbau
Am besten funktioniert ein einfacher Ablauf in fünf Teilen. Zuerst sprichst du das Problem des Zuschauers an, zum Beispiel so: Du willst eine neue Heizung, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Dann stellst du die Lösung vor, also dein Angebot. Danach erklärst du, wie es funktioniert, am besten in drei klaren Schritten. Dann zeigst du, was der Kunde davon hat, und am Ende sagst du ihm genau, was er als Nächstes tun soll, zum Beispiel anrufen oder das Formular ausfüllen.
Dabei helfen ein paar Grundregeln. Sprich in kurzen, einfachen Sätzen und verzichte auf Fachbegriffe oder erkläre sie sofort. Behandle in einem Video nur ein Thema. Achte auf einen guten Ton, denn ein mittelmäßiges Bild verzeihen Zuschauer eher als einen schlechten Ton. Und füge immer Untertitel hinzu, weil viele Menschen Videos auf dem Handy ohne Ton anschauen.
Die fünf Teile
Einsatzort
Genau dort, wo die Frage beim Kunden entsteht. Das ist zum Beispiel oben auf der Seite, auf der du die jeweilige Leistung beschreibst, direkt neben dem Kontaktformular oder auf einer Landingpage für eine Werbekampagne. Du kannst den Link aber auch nach dem ersten Telefonat per E-Mail schicken.
Kürzere Ausschnitte daraus funktionieren in den sozialen Netzwerken. Und wenn du das Video zusätzlich auf YouTube hochlädst, kann es dort und in der Google-Suche gefunden werden. Genau so machen wir es auch mit dem Video auf dieser Seite.
Kosten
Das hängt stark von der Art ab. Eine Bildschirmaufnahme, die du selbst machst, kostet dich vor allem Zeit. Eine professionelle Animation oder ein gedrehtes Erklärvideo liegt je nach Länge und Aufwand meistens im vierstelligen Bereich. Dafür arbeitet ein gutes Erklärvideo jahrelang für dich und beantwortet jeden Tag Fragen, ohne dass du dafür Zeit aufwenden musst.
Wie wir Videos für Unternehmen planen und an einem Drehtag bei dir vor Ort produzieren, steht auf der Seite Videomarketing.
meist 4-stellig kostet eine professionelle Animation oder ein gedrehtes Erklärvideo, je nach Länge und Aufwand
Fehler vermeiden
Der erste Fehler ist, mit der Firmengeschichte anzufangen statt mit dem Problem des Kunden. Der zweite ist, zu viel auf einmal erklären zu wollen, statt sich auf eine Frage zu konzentrieren. Der dritte sind zu viele Fachbegriffe, die deine Kunden nicht verstehen.
Der vierte Fehler ist ein fehlender Schluss, bei dem der Zuschauer nicht weiß, was er jetzt tun soll. Und der fünfte ist, das Video irgendwo auf einer Unterseite zu verstecken, wo es niemand findet. Wenn du diese fünf Fehler vermeidest, ist dein Erklärvideo schon besser als die meisten anderen.
Noch Fragen?
Kurz und ehrlich beantwortet. War deine Frage nicht dabei? Dann buch den kostenlosen Marketing-Check, dort beantworten wir sie persönlich.
Eine Bildschirmaufnahme, die du selbst machst, kostet vor allem Zeit. Eine professionelle Animation oder ein gedrehtes Erklärvideo liegt je nach Länge und Aufwand meistens im vierstelligen Bereich. Den genauen Preis für dein Vorhaben nennen wir dir nach einem kostenlosen Erstgespräch als Festpreis.
Das hängt vom Thema ab. Wenn man das, was du erklärst, sehen kann, zum Beispiel ein Produkt, einen Ort oder dein Team, dann ist ein gedrehtes Video meistens besser. Bei abstrakten Themen wie einer Versicherung oder Datenverschlüsselung passt eine Animation besser, und für Software eine Bildschirmaufnahme.
Dort, wo die Frage beim Kunden entsteht. Das ist meistens oben auf der Seite zur jeweiligen Leistung, neben dem Kontaktformular oder auf einer Landingpage für eine Werbekampagne. Zusätzlich kannst du den Link nach dem ersten Telefonat per E-Mail schicken.
Ja. Viele Menschen schauen Videos auf dem Handy ohne Ton an. Mit Untertiteln verstehen sie dein Erklärvideo trotzdem.
Ja, wenn deine Leistung erklärungsbedürftig ist und du immer wieder dieselben Fragen beantwortest. Schon ein kurzes Video vom Ablauf in deinem Betrieb kann dir viele Gespräche ersparen, weil die Kunden die wichtigsten Antworten schon kennen, bevor sie anrufen.
In einem kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten klären wir, welche Frage dein Video beantworten soll, ob Animation oder Dreh besser passt und was es kostet. Das Gespräch ist unverbindlich.
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