
Ratgeber Landingpage
Die Conversion-Rate ist der Anteil deiner Besucher, die anfragen oder kaufen. Du verbesserst sie, indem du jedem Besucher sofort zeigst, dass er richtig ist, ihm mit echten Bewertungen und Fotos die Unsicherheit nimmst und ihm die Anfrage so leicht wie möglich machst. Dazu gehören eine Überschrift, die das Versprechen deiner Anzeige aufgreift, ein kurzes Formular, das auch auf dem Handy funktioniert, eine schnelle Seite ohne unnötige Klicks und eine Messung, die zeigt, was wirklich wirkt. Mehr Besucher brauchst du dafür nicht, denn jede Verbesserung wirkt auf alle, die ohnehin schon kommen.
Von Janno Fleischer · aktualisiert im November 2026
Grundlagen
Eine Landingpage ist eine Seite, auf die deine Werbeanzeige führt und die genau ein Ziel hat: Der Besucher soll anfragen, einen Termin buchen oder kaufen. Wie gut ihr das gelingt, zeigt die Conversion-Rate.
Gerade wenn du für Besucher bezahlst, etwa über Google Ads oder Anzeigen auf Facebook und Instagram, entscheidet die Conversion-Rate darüber, ob sich die Werbung rechnet. Fragen auf derselben Seite doppelt so viele Besucher an, kostet dich jede einzelne Anfrage bei gleichem Werbebudget nur noch die Hälfte. Mehr Budget bringt dagegen nur mehr Besucher auf eine Seite, die weiterhin genauso viele von ihnen verliert.
Verbessern lässt sich die Conversion-Rate nicht mit einem einzelnen Trick, sondern mit vielen kleinen Schritten, die du nacheinander angehst. Die sieben Wege folgen der Reihenfolge, in der ein Besucher deine Seite erlebt.
Weg 1
Wer auf deine Anzeige klickt, tut das wegen eines bestimmten Versprechens, zum Beispiel eines neuen Bads aus einer Hand oder eines schnellen Termins für die Heizungswartung. Genau dieses Versprechen muss oben auf der Landingpage wieder auftauchen, in denselben Worten und möglichst mit einem passenden Bild. Findet der Besucher es nicht sofort, glaubt er, falsch abgebogen zu sein, und schließt die Seite wieder.
Der Bereich, den man ohne Scrollen sieht, ist das Schaufenster deiner Seite. Hier entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob jemand weiterliest. Wechselnde Bilder, sogenannte Slider, sind dort fehl am Platz, weil sie kaum jemand anklickt und sie den wichtigsten Platz der Seite belegen.
Schreib die Überschrift so, wie deine Kunden reden, und nicht so, wie man in deiner Branche untereinander spricht.
Was oben sofort sichtbar sein sollte
Weg 2
Eine Landingpage, die gleichzeitig Dachsanierung, Solaranlagen, Stellenangebote und einen Newsletter bewirbt, überfordert ihre Besucher. Wer zu viele Möglichkeiten hat, entscheidet sich oft für keine. Konzentriere dich deshalb auf ein Angebot und eine Handlung, also zum Beispiel nur auf die Anfrage für eine Dachsanierung.
Dazu gehört auch, das Hauptmenü wegzulassen oder stark zu verkleinern. Jeder Menüpunkt ist ein Ausgang, über den Besucher die Seite verlassen, bevor sie angefragt haben. Hast du mehrere Leistungen oder Zielgruppen, ist eine eigene Seite pro Angebot besser als eine Sammelseite für alles. Worin sich eine Landingpage von deiner normalen Webseite unterscheidet, erklären wir ausführlich im Artikel Landingpage oder Website.
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Weg 3
Bevor jemand seinen Namen und seine Telefonnummer hinterlässt, will er wissen, ob er dir trauen kann. Das Wort anderer Kunden wiegt dabei mehr als alles, was du über dich selbst schreibst. Zeig deshalb echte Bewertungen, am besten mit Namen und Ort, und binde deine Google-Bewertungen ein, wenn du dort gut dastehst.
Genauso wichtig sind echte Fotos. Ein Bild von dir, deinem Team, deiner Werkstatt oder einer fertigen Baustelle zeigt, dass hinter der Seite ein echter Betrieb steht. Austauschbare Bilder aus Bilddatenbanken sagen dagegen nichts über dich aus. Auch Siegel, Auszeichnungen, Meistertitel und Mitgliedschaften in Verbänden schaffen Vertrauen.
Diese Vertrauenszeichen gehören nach oben und in die Nähe des Formulars, nicht versteckt ans Seitenende, denn sie sollen wirken, bevor sich jemand entscheidet. Erfundene Bewertungen fallen früher oder später auf und kosten mehr Vertrauen, als sie bringen.
Was Vertrauen schafft
Weg 4
Viele Landingpages haben ihr Formular nur ganz unten. Für eine Angebotsanfrage ist das grundsätzlich richtig, denn wer seine Daten hinterlassen soll, will vorher wissen, worum es geht. Als einziger Einstieg reicht es aber nicht. Wer schon nach dem zweiten Abschnitt überzeugt ist, soll nicht bis zum Ende scrollen müssen.
Setz deshalb an mehreren Stellen einen Knopf, der zum Formular führt, etwa direkt unter der Überschrift, nach den Bewertungen und am Ende der Seite. Auf dem Handy hilft zusätzlich ein Knopf, mit dem man dich direkt anrufen kann. Das Formular selbst gehört auf die Landingpage und nicht auf eine eigene Unterseite, denn jeder zusätzliche Seitenwechsel kostet Anfragen.
Achte auch auf die Beschriftung. „Senden“ oder „Abschicken“ motiviert niemanden. Besser ist ein Text, der sagt, was der Besucher bekommt, zum Beispiel „Kostenloses Angebot anfordern“ oder „Rückruf vereinbaren“. Ein kurzer Satz daneben, der sagt, dass die Anfrage unverbindlich ist und wann du dich meldest, nimmt die letzten Zweifel.
Weg 5
Jedes Feld im Formular ist eine kleine Hürde. Frag deshalb nur ab, was du für die erste Antwort wirklich brauchst. Für den Erstkontakt reichen meist der Name, eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und ein Feld für das Anliegen. Alles Weitere klärst du im Gespräch.
Ein großer Teil deiner Besucher kommt über das Handy, besonders über Anzeigen auf Facebook und Instagram. Probier dein Formular deshalb selbst auf dem Smartphone aus. Die Felder müssen groß genug zum Tippen sein, bei der Telefonnummer sollte sich die Zahlentastatur öffnen, und der Browser sollte Name und Adresse automatisch ausfüllen können.
Wenn du für ein Angebot mehr wissen musst, etwa die Größe einer Fläche oder den gewünschten Zeitraum, funktioniert ein Formular in mehreren kurzen Schritten oft besser als eine lange Liste auf einmal. Fehlermeldungen sollten genau sagen, welches Feld noch fehlt. Nach dem Absenden braucht der Besucher eine sichtbare Bestätigung, dass seine Anfrage angekommen ist.
So bleibt das Formular schlank
Weg 6
Die Ladezeit ist die Zeit, die vergeht, bis deine Seite nach dem Antippen sichtbar ist und sich bedienen lässt. Dauert das zu lange, springen viele Besucher ab, bevor sie überhaupt ein Wort gelesen haben. Ob deine Seite schnell genug ist, kannst du kostenlos mit dem Werkzeug PageSpeed Insights von Google prüfen.
Die häufigsten Bremsen sind zu große Bilder, Videos, die sofort mitladen, und viele kleine Zusatzprogramme, die im Hintergrund laufen, etwa für Chatfenster oder Statistik. Bilder sollten vor dem Hochladen verkleinert und in einem modernen Format wie WebP gespeichert werden. Videos sollten erst laden, wenn jemand auf Abspielen tippt.
Genau wie Wartezeit kostet auch jeder überflüssige Schritt Anfragen. Ein Fenster, das sich sofort über die Seite legt, ein Cookie-Hinweis, der größer ist als nötig, oder ein Formular, das erst nach zwei Klicks erscheint, sind Stellen, an denen Besucher aufgeben. Geh deine Seite deshalb einmal selbst auf dem Handy durch und zähle, wie viele Klicks du bis zur abgeschickten Anfrage brauchst.
Weg 7
Ob eine Änderung etwas gebracht hat, weißt du nur, wenn du misst. Zähle dafür nicht nur Besucher, sondern vor allem die abgeschickten Anfragen und die Anrufe über die Seite. In Google Analytics oder deinem Werbekonto richtest du dafür einen Messpunkt ein, der jede Anfrage zählt. Weil nicht jeder Besucher der Statistik zustimmt, siehst du dort nie alle, aber die Entwicklung wird sichtbar.
Ein A/B-Test ist ein Vergleich zweier Fassungen derselben Seite. Die eine Hälfte der Besucher sieht Fassung A, die andere Hälfte Fassung B, etwa mit einer anderen Überschrift. Nach einer Weile zeigt sich, welche Fassung mehr Anfragen bringt. Brich einen solchen Test nicht nach wenigen Tagen ab, denn ein paar Anfragen mehr oder weniger können reiner Zufall sein.
Hat deine Seite eher wenige Besucher, ändere lieber eine Sache nach der anderen und vergleiche die Anfragen über mehrere Wochen. Schau dabei auch auf die Qualität, denn erst die Aufträge zeigen, ob sich eine Änderung gelohnt hat. Wenn du das nicht selbst übernehmen willst, betreuen wir deine Landingpage bei WG-Digital und passen sie laufend an das an, was die Zahlen zeigen.
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Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, weil die Conversion-Rate stark von deiner Branche, deinem Angebot und der Herkunft der Besucher abhängt. Eine Anfrage für eine Badsanierung ist eine größere Entscheidung als der Download einer kostenlosen Checkliste. Wichtiger als der Vergleich mit anderen ist dein eigener Ausgangswert. Miss ihn, verbessere die Seite Schritt für Schritt und beobachte, ob der Wert steigt.
So wenige wie möglich. Für den ersten Kontakt genügen meist der Name, eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und ein Feld für das Anliegen. Brauchst du für ein Angebot mehr Angaben, verteile die Fragen auf mehrere kurze Schritte, statt eine lange Liste auf einmal zu zeigen.
In den meisten Fällen ja. Eine normale Webseite stellt deinen ganzen Betrieb vor und hat viele Ausgänge, während sich eine Landingpage auf ein Angebot und eine Handlung konzentriert. Wer auf eine Anzeige klickt, sollte genau das finden, was die Anzeige versprochen hat. Den Unterschied erklären wir ausführlich in unserem Artikel „Landingpage oder Website“.
So lange, bis jede Fassung genug Anfragen gesammelt hat, dass der Unterschied nicht mehr nach Zufall aussieht. Lass den Test außerdem über volle Wochen laufen, damit Wochentage und Wochenenden gleich vertreten sind. Bei Seiten mit wenigen Besuchern ist es oft sinnvoller, eine Änderung nach der anderen umzusetzen und die Anfragen über mehrere Wochen zu vergleichen.
Wir bauen Landingpages zum Festpreis ab 1.500 € netto einmalig, mit einer Korrekturrunde vor dem Start. Alternativ bekommst du die Landingpage für 125 € netto im Monat bei 12 Monaten Laufzeit, und wir passen sie in dieser Zeit laufend an. Das Werbebudget für deine Anzeigen zahlst du in beiden Fällen direkt an die Plattform, also zum Beispiel an Google oder Meta.
Im kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten sehen wir uns deine Landingpage gemeinsam an. Danach weißt du, was du zuerst verbessern solltest, damit aus deinen Besuchern mehr Anfragen werden. Das Gespräch ist unverbindlich und verpflichtet dich zu nichts.
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